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Donnerstagsgedanken – 19.April 2018

Donnerstagsgedanken, die ich schon während der ganzen Woche in mir herumtrage.

Als ich auf dem Weg vom Kindergarten zurück war, dachte ich, was es doch eigentlich für eine Leistung ist, so eine Familie zu managen. Für 5 Personen den Raum und Termine im Überblick zu halten. Flexibel auf neue Umstände reagieren, Lösungen finden und dabei nicht die Nerven zu verlieren. Heute morgen wieder. Gleichzeitig da zu sein für die Themen der 16 jährigen, die sich entscheiden muss, wohin ihr Weg nach der mittleren Reife gehen soll, und des 6 jährigen, der es gerade schwer hat, überhaupt in den Kindergarten zu gehen. So viel Bewegung in unserer Familie gerade. Das kostet unglaublich viel Energie. Es geht mir gut, ich bin in meiner Mitte, aber eben auch sehr gefordert.

Am Montag habe ich mir eine neue Collage für diesen Mondzyklus gemacht. Ich weiss dabei nie, was herauskommt und doch könnte es treffender nie sein. Ich besinne mich auf die Werkzeuge aus dem Dharmatraining und schalte mal mein Licht im Herzen an.

Was gerade so los ist hier

  • Der Sterngucker hatte am Wochenende seinen 6. Geburtstag.
  • Die Tochter hatte während der letzten 3 Tage ihre Technik-Prüfung und war quasi fast Tag und Nacht am Tun dafür. Erleichterung, als es vorüber war. Nun geht der Fokus auf die nächsten Prüfungen. Nächste Woche ist sie dafür im Lerncamp.
  • Der Sterngucker war vorgestern mit Kotz-Durchfall-Fieber daheim. Es geht es ihm schon besser. Gestern hatte er noch einen Pause-Tag, heute geht er wieder in den Kindergarten. Schliesslich will da noch ein Geburtstag gefeiert werden.
  • Der Mann ist auf einer Veranstaltung bis Freitag noch. Die Wochen vorher gab es viel zu Tun dafür.
  • Ich hatte einen schönen Kalligrafie-Auftrag.
  • Das Wetter ist herrlich hängemattenfein.
  • Ich habe im Garten erstes Gemüse ausgesät (Radieserl, Karotten, Rucola, Erbsen) und geniesse die explodierende Blütenpracht.
  • Es blühen wunderschöne Schachbrettblumen im Garten.
  • Heute kaufe ich mit den Kindern neue Schuhe. Das herrliche Wetter ruft nach Sandalen (Glabberl) und Eis.
  • Madhavi ruft zum Wassertrinken auf und verlost eine schöne Glastrinkflasche. Ich trinke auch zu wenig und werde da mal mitmachen. #saufenmitmadhavi
  • Carola schreibt, was schön ist am Kinderhaben.
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Freitag – 13.April 2018

Oh, Freitag der 13. Als Kind habe ich irgendwann beschlossen, dass 13. Freitage meine Glückstage sind. Einfach, weil ich kein Unglück haben und dem Aberglauben Stirn bieten wollte. So. Vermutlich habe ich schon damals unbewusst an meinem Mindset gearbeitet – ein Thema was mich und den Mann gerade sehr umtreibt. Mit welchem Mindset sind wir groß geworden, wie wurden wir konditioniert. Das macht sich am deutlichsten bemerkbar, wenn man sich mal die Glaubenssätze bezüglich Geld und persönliches Wachstum anschaut. Unsere Sichtweisen auf Reichtum, Mittelmaß, Möglichkeiten und Fähigkeiten. Sehr spannend. Der Mann liest bzw. hört dazu gerade das Buch „Rich Dad, poor Dad“*, woraus er mir immer wieder kleine Aha-Momente erzählt.

Mich selbst beschäftigt das Thema, weil ich selbstständig bin und seit geraumer Zeit meine Selbstständigkeit thematisch etwas umstrukturiere. Von der puren Dienstleisterin hin zu dem, was mir wirklich Spaß macht. Ich verkaufe nicht nur mein Handwerk (Design), sondern möchte Menschen erreichen, Sinn schenken und Herzen berühren. Mehr Kunst und Herz. Und nun kannst du dir sicher denken, was da alles für Glaubenssätze unterwegs sind. Ich merke wohl, dass es mir nicht einfach fällt, meine Preise zu nennen und Rechnungen zu schreiben, ohne dass mich ein leises „zu teuer“ oder „nicht genug“ in irgendeiner Form begleitet. Es macht mir gerade große Freude, die Mechanismen und Denkmuster dahinter zu erkunden. Das Bewusstsein, das meine Arbeit, das ICH einen Wert habe, musste ich mir erst erarbeiten. Einen großen Teil meiner Wegstrecke habe ich dabei letztes Jahr mit Jana und dem seelenzentrierten Coaching zurückgelegt. Das kann ich wirklich empfehlen. Ausserdem besuche ich Kurse von Karin Wess, die mich sehr inspirieren, und bin intensiv im Austausch mit dem Mann, der das Buch „Reicher als die Geißens“ durchgearbeitet hat, immer wieder interessante Podcasts hört und Coaches zu diesem Thema im Blick hat. Spannend!

Freitagstun

Zum Frühstück mache ich mir heute eine Yogisuppe. Mit Sellerie, Kartoffeln und Banane gegen die Schärfe. Nach dem Kindermorgenprogramm bringen wir das Autoteiler-Auto zurück, was wir geliehen hatten. Mir fällt ein, dass ich noch die Versicherungsunterlagen von dem kleinen Crash vor einigen Wochen ausfüllen muss. Wir nutzen die kurze Arbeitszeit am Vormittag. Freitags hat der Mann Homeoffice. Da sitzen wir meistens gemeinsam am Esstisch und arbeiten, mal im Austausch, dann wieder jeder mit seinem Zeug beschäftigt.

Ich lese den Blogpost von Patricia über das Verhältnis zu ihrem Körper – BodyEgalness. Auf Arte lief der Film „Embrace – du bist schön“ (kann noch bis zum 17.4.2018 in der Mediathek angeschaut werden). Den hatte ich mir schon einigen Monaten von einer Freundin ausgeliehen und angeschaut.

Der Arbeitsvormittag vergeht schnell. Ich schreibe über Kraftquellen und arbeite am Profil für den Mann. In einer Pause gehen wir durch den Garten und bewundern unsere Blüten und das fleissige Gesumme der Bienen. Der Mann kocht Risotto zum Mittagessen und holt den Wolf und die Nachbarstochter von der Schule ab.

Sonnenschein und Geburtstagsgeschenke

Nach dem Mittagessen arbeiten wir noch etwas bis der Sterngucker mit dem Bus kommt. Die Tochter hat heute Nachmittagsunterricht, da sie nächste Woche ihre Technik-Prüfung hat. Ich laufe dem Sterngucker am Bus entgegen. Er freut sich und pflückt mir Löwenzahnblüten. zum Mittag isst er Gnochi. Ich lese einen alten Artikel aus der Zeit über Konflikte in Familien und schreibe ein paar Nachrichten mit einer Freundin.

Am Nachmittag werkel ich mit dem Sterngucker im Garten. Neben schönen Blühpflanzen kommen auch reichlich Disteln, Quecke und Löwenzahn raus. Den stechen wir aus. Später fahre ich zum Spielzeugladen und zum Baumarkt, um für den Sterngucker Geburtstagsgeschenke zu kaufen. Ich finde gleich noch Geschenke für den Wolf, den Wolfsfreund, dessen Party nächste Woche ist, und eine Freundin. Die Tochter schreibt, dass es später wird. Also fahre ich nach Hause. Es regnet und gewittert. Ich freue mich für die Wildblumenwiese, die ich gestern gesät habe.

Stimmungsschwankungen

Dann fährt der Mann die Tochter abholen und einkaufen. Ich warte bis er zurück ist, lese ein bisschen und bereite das Abendessen vor. Der Wolf ist bei seinem Freund, der Sterngucker telefoniert mit seiner Oma. Die Tochter möchte später noch zu Freunden (und auch wieder abgeholt werden). Das Los des Dorflebens: Mutter-Taxi.

Der Mann ist zurück und aus irgendeinem Grund ist plötzlich die Stimmung gekippt. Alle motzen wegen irgendeiner Sache, die gerade nicht passt. Fremdbestimmung auf allen Ebenen bei allen Familienmitgliedern. Wir motzen uns durch den Abend. Später, als alle Kinder im Bett bzw unterwegs sind, reden wir nochmal über den Abend. Wir suchen nach einer Lösung für die Medienzeit des Wolfes. Das läuft immer wieder aus dem Ruder. Er spielt gern Minecraft, allein und mit seinem Freund am Server, er hört Hörspiele den ganzen Tag. Wenn er keinen zum Spielen hat, kann er sich schwer selbst beschäftigen. Seufz. Da steht wohl mal wieder eine Familienkonferenz mit dem Thema Medien im Hause Jademond an. Umgang, Vorbildwirkung und all sowas. Aber nicht mehr heute Abend.

Was schön ist

  • Das Meisenpärchen im Vogelhäuschen
  • Frühlingswetter
  • Große Vorfreude auf den Breakthroughday nächsten Samstag
  • Herzliche Online-Flirterein mit schönen Frauen
  • Marias Monatsmögen-Liste mit einigen Dingen, die auch ich gern mag

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In Kontakt sein

Am Dienstag hatten wir ein Elterngespräch im Kindergarten. Da tauchte unter anderem das Thema „In Kontakt mit sich selbst sein“ auf. Das Thema hat mich seltsam berührt, sodass mir direkt die Tränen in die Augen schossen. Da wurde wohl etwas in mir angesprochen, was gerade Aufmerksamkeit braucht.

Die Frage nach dem Kontakt

Wann bin ich denn im Kontakt mit mir selbst? Und wie zeigt es sich, wenn ich nicht im Kontakt bin? Mit mir, mit anderen? Wie komme ich wieder in Kontakt? Was braucht es da?

Gute Fragen, die mir seit dem Gespräch immer wieder durch den Kopf gehen. Manchmal denke ich auch nur, mit mir verbunden zu sein. Wenn ich aber genau hinspüre, spüre ich nichts. Spüre ich mich nicht. Dann merke ich, dass ich die ganze Zeit zu schnell war. Wenn das Tempo so hoch ist, habe ich keine Zeit, mich zu spüren. Zu fühlen, was ich brauche und wo es vielleicht angebracht ist, nein zu sagen. Oder ja zu entwas anderem.

Wenn ich mit mir selbst nicht in Kontakt bin, bin ich es auch selten mit anderen. Mit dem Mann, mit den Kindern. Dann funktioniere ich nur durch den Tag. Erledige dies und jenes. Rufe Aufforderungen quer durch den Raum und erwarte auch von den Kindern, dass sie funktionieren. Das läuft schnell aus dem Ruder. Konflikte sind vorprogrammiert.

Was hilft mir?

Innehalten.

Wie bin ich gerade? Wo ist meine Atmung (oberhalb, im Bauch, flach, tief)? Wie spüre ich mich? Wo tut vielleicht etwas weh? Was zeigt sich mir? Bin ich irgendwo starr? Vielleicht sind dann meine Schultern hochgezogen oder im Stehen meine Knie eingerastet. Wie ist meine Haltung?

Allein das Beobachten des Jetzt-Zustandes reicht manchmal, um mich zurück zu mir zu bringen.

Einen schönen Tweet dazu fand ich dieser Tage von Melanie, die schrieb:

„Wer will ich sein in dieser Situation?“ – Eine so schöne Frage. Sie zeigt uns, dass wir immer wieder entscheiden können. Ich weiss schon, das gelingt nicht immer. Aber ein Versuch ist es immer wieder Wert. Wie will ich sein? Und dann beginnst du, in dich reinzuspüren. Was brauche ich gerade und wie kann ich die Situation anpassen. Jetzt sofort oder später. Damit ich wieder in Kontakt mit mir bin. In Tune. In Verbindung.

Kontakt mit mir selbst und mit anderen ist die Grundvoraussetzung für alles Miteinander. Wenn ich in Kontakt bin, sehe ich mein Gegenüber, kann mich einstellen, kann agieren statt nur reagieren. Kontakt ist ein goldener Schlüssel.